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Personen im Botanischen Garten
FREIZEIT/SPORT
Presseaussendung vom 17.05.2018

Linz bekommt Schule der Botanik (Foto)

Der Botanische Garten als außerschulischer Lernstandort – neues Projekt unterstützt von der Sparkasse OÖ

Das Wissen rund um die facettenreiche Pflanzenwelt an die Besucherinnen und Besucher zu vermitteln, ist die zentrale Aufgabe des Botanischen Gartens. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen für die Natur begeistert werden. Eine besonders wichtige Zielgruppe sind dabei Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen von Klassenbesuchen, Wandertagen oder Schulprojekten in die Anlage auf der Gugl kommen.

„Mit der neuen Schule der Botanik wird der Botanischen Garten als fixer außerschulischer Lernstandort in Linz verankert. Hier können Kinder und Jugendliche mit Spaß, Spannung und am Puls der Zeit Natur erleben. Das Interesse für den eigenen Lebensraum soll geweckt werden und sie sollen so für den nachhaltigen, achtsamen Umgang mit der Umwelt sensibilisiert werden. Es gibt keinen besseren Standort, als den Botanische Garten, um in die geheimnisvolle Pflanzenwelt einzutauchen“, beschreibt der für Stadtnatur- und Lebensqualität zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier das Mitmachprojekt.

Gemeinsam mit dem Generaldirektor der Sparkasse Oberösterreich, Dr. Michael Rockenschaub und Dr. Friedrich Schwarz, Leiter des Botanischen Gartens und der Naturkundlichen Station, fällt heute der Startschuss für das von der Sparkasse Oberösterreich gesponserte Projekt.

„Die Sparkasse war immer zur Stelle, wenn es galt, den Botanischen Garten zu unterstützen. Ein wichtiges Projekt ist aktuell die Wissensvermittlung von Natur und im Besonderen die vielfältige Pflanzenwelt an die Schüler. Vor Ort in der Natur zu lernen und den Botanischen Garten hautnah zu erleben, das fördern wir gerne“, freut sich Generaldirektor Dr. Michael Rockenschaub, Sparkasse Oberösterreich.

„Lehrer“ der „Schule der Botanik“ sind Comic-Helden aus dem Adventure-Game-Genre – sie sollen Kinder für die geheimnisvolle Pflanzenwelt begeistern

Mit der „Schule der Botanik“ soll der Botanische Garten in zeitgemäßer Form als ein außerschulischer Lernstandort etabliert werden. Neue Materialien, angelehnt an das „Adventure Game-Genre“, sollen es Lehrkräften erleichtern, Fachinhalte methodisch vielfältig zu präsentieren. Dabei ist unter anderem die Comic-Heldin Mia auf der Suche nach der richtigen Heilpflanze, die ihren kranken Großvater retten kann.

„Der Botanische Garten Linz möchte damit seinem Bildungsauftrag gerecht werden. Da diese Einrichtung allerdings im Gegensatz zu anderen Botanischen Gärten nicht an eine Universität angeschlossen ist, fehlen daher die entsprechenden Ressourcen im laufenden Budget. Ich freue mich, dass die Sparkasse Oberösterreich als Sponsor für dieses Projekt eingesprungen ist und die Entwicklung und Herstellung der Lernmaterialien finanziert hat. Dafür möchte ich mich als zuständiger Referent herzlich bedanken“, erklärt Vizebürgermeister Bernhard Baier, dem es ein besonderes Anliegen ist, Stadtkinder für die Natur zu begeistern. Der im Dezember 2016 gegründete Verein „Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens der Stadt Linz“ tritt als Träger dieses Projektes auf.

Lernen mit allen Sinnen

Die Botanischen Gärten von Wien, Innsbruck und Graz, aber auch Botanische Gärten aus Deutschland – Osnabrück beispielsweise – betreiben seit Jahren Lehreinrichtungen, sogenannte „Grüne Schulen“. Auch in Linz wurde 1993 eine solche gegründet. Die Arbeitsblätter wurden den Lehrerinnen und Lehrern gratis zur Verfügung gestellt. Diese Mappe mit Arbeitsblättern wurde aber über die Jahre nicht überarbeitet und ist heute nicht mehr up to date.

Für die „Schule der Botanik“ erstellte Mag.a Elisabeth Aichinger nun im Rahmen der Diplomarbeit zielgruppenspezifische Lernmaterialien. In den Bereichen Grafik und Webdesign wurde sie dabei von Christoph Kaderle und Gunther Mühlehner unterstützt.

Comic „Kräutersuche mit Mia“

Wie können Jugendliche, die wenig Interesse für Botanik zeigen, motiviert werden, sich „freiwillig“ mit dem Thema zu befassen? Wie muss ein Programm konzipiert sein, um Lernen zu erleichtern beziehungsweise zu ermöglichen? – Diese Fragen gingen der Entwicklung des neuen Materials voraus.

Für jugendliche Besucherinnen und Besucher (Zielgruppe AHS-Oberstufe, Alter: 15+) wurde deshalb ein problemlösungsorientiertes, narratives Spiel entworfen, das sich dramaturgisch an das „Adventure Game-Genre“ anlehnt. Im Rahmen des Rätsellösens müssen gelesene Inhalte reflektiert werden, was im Sinne der Pädagogik die Grundvoraussetzung ist, effektiv zu lernen. Der narrative Rahmen beziehungsweise der pseudolebensweltliche Kontext, soll den Abschluss des Lernprozesses unterstützen.

Die Rahmenhandlung wird mittels Comic präsentiert

Die Heldin des Comics, Mia, kehrt nach langer Reise nach Hause zurück, wo sie sogleich auf den Dorfhäuptling trifft, der ihr mitteilt, dass ihr Großvater – der einzige Kräuterkundige des Dorfes – offensichtlich schwer erkrankt ist. Mia eilt nach Hause, untersucht ihren Großvater und macht sich auf, um die Zauberer und Hexen erneut aufzusuchen, die sie im Laufe ihrer Reise kennengelernt hat, um eine Pflanze zu finden, die dem Großvater helfen kann.

Für den Botanischen Garten selbst sind für (bisher) neun Stationen Pflanzentafeln ausgearbeitet worden, die die notwendigen Informationen liefern, um das Rätsel zu lösen und Zusatz-Informationen für Interessierte bereitstellen. Dieser Teil des Comics wurde bereits inhaltlich und graphisch umgesetzt, ebenso die dazugehörigen Tafeln.

Digitale Weiterentwicklung des Comics geplant

Um dem Videospielcharakter gerecht zu werden, wäre es in Zukunft jedoch sinnvoll, zusätzlich mit Apps beziehungsweise QR-Codes zu arbeiten. Die Apps beziehungsweise QR-Codes könnten neben der Bereitstellung von Informationsinputs die notwendige Kontrollfunktion im Spiel übernehmen. Außerdem ist der Comic noch ausbaufähig. Es gibt einerseits Überlegungen, weitere noch „erkrankte Dorfbewohner“ einzubeziehen. Andererseits kann das Gerüst des Konzepts dazu genutzt werden, auch andere biologische Inhalte in ähnlicher Weise aufzubereiten. Da Gift- und Heilpflanzen als „Türöffner für die Botanik“ verstanden werden und das Interesse an humanbiologischen Inhalten im Allgemeinen ab der Pubertät zunimmt, wurde die Handlung so gewählt.

Lernziele „Kräutersuche mit Mia“

  • Die Dosis macht das Gift: Es ergibt sich ein fließender Übergang zwischen Heil- und Giftstoff.
  • Nicht für jedes „Gift“ gibt es ein „Gegengift“.
  • Wirkungen von Substanzen basieren auf Interaktionen mit dem eigenen Körper – es werden Folgereaktionen ausgelöst, oder verhindert, wodurch sich eine typische Symptomatik ergibt. Diese Interaktionen können genutzt werden, um das körperliche und psychische Befinden zu beeinflussen.
  • Kennenlernen verschiedener Pflanzenarten

Rätselrallye für die Jüngeren: Per Entdeckertour durch den Botanische Garten

Für junge Familien und Volksschulkassen (Zielgruppe Volksschule, Neue Mittelschule, AHS-Unterstufe, Alter: 10 bis 14 Jahre) wurde eine „Entdeckerkarte“ in A3-Format entworfen, die über verschiedene Stationen durch den Garten leitet und spielerisch an botanische Inhalte beziehungsweise biologische Fragestellungen heranführen soll. Mit einer Pause von 15 Minuten dauert ein Rundgang zirka 1,5 Stunden. Zu den meisten Stationen gibt es entweder Informationsinputs, Fragestellungen oder kurze Aufgaben, die es zu lösen gilt. Jede Station ist auf dem Plan mit einem Buchstaben gekennzeichnet. Wurden alle Stationen aufgesucht, erhalten die Entdeckerinnen und Entdecker ein Lösungswort.

Es müssen nicht die „richtigen“ Antworten auf die offenen Fragen gefunden werden, vielmehr geht es darum, das Hinterfragen anzuregen. Beispielsweise wird das Thema „Anpassung an Lebensräume“ an mehreren Standorten aufgegriffen. Die Kinder und auch Erwachsene sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass vieles in der Natur nicht selbstverständlich ist. Sie sollen ermutigt werden, sich über das „Warum“ Gedanken zu machen. Darüber hinaus können heimische Pflanzen wie der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) oder die Mispel („Asperl“) (Mespilus germanica) kennengelernt werden.

Es ist vorgesehen, den Besucherinnen und Besuchern die Hintergrundinformationen im Internet unter www.linz.at/botanischergarten als Download zur Verfügung zu stellen.

Lernziele „Entdeckerkarte“

Pflanzenarten, die für einen beliebigen Standort vorteilhafte Eigenschaften besitzen, haben dort gegenüber anderen Arten einen Überlebensvorteil.

  • Kennenlernen biologischer Fachbegriffe
  • Kennenlernen verschiedener Pflanzenarten

Weitere Gesprächspartnerinnen:
Dr.in Katja Hintersteiner (Obmann-Stellvertreterin Verein Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens)
Mag.a Elisabeth Aichinger (Verfasserin Diplomarbeit)

(Informationsunterlage zu Pressekonferenz „Schule der Botanik“ mit Grünreferent Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier, Generaldirektor der Sparkasse Oberösterreich Dr. Michael Rockenschaub und Dr. Friedrich Schwarz, Leiter Botanischer Garten und Naturkundliche Station)

Botanischer Garten

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Informationsunterlage (PDF, 270 kB) (neues Fenster).

Kontakt:
Botanischer Garten
Dr. Friedrich Schwarz
Tel.: +43 732 7070 1860

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