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13./14. Jahrhundert

Linz ging ca. 1205/06 vom hochfreien Geschlecht der Herren von Haunsperg in den Besitz der Babenberger über. Wahrscheinlich unter Herzog Leopold VI. kam es zu einer planmäßigen Erweiterung der Stadtanlage nach Süden und Osten mit dem Hauptplatz als Zentrum und zum Bau der Stadtpfarrkirche östlich des Hauptplatzes.

Der Stadtcharakter von Linz in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts wird durch die Nennung von "cives" = Bürger (1228), der Bezeichnung "civitas" = Stadt (1236) sowie das Vorhandensein eines Stadtrichters und eines Stadtsiegels (1242) unterstrichen. Als gewachsene Stadt besitzt Linz weder eine eigene Stadtrechtsurkunde, noch erfolgte eine formelle Stadterhebung.
Der Aufschwung der Stadt seit dem 13. Jahrhundert war wirtschaftlich bedingt. Die Linzer Maut zählte zu den einträglichsten Einnahmequellen der österreichischen Herzöge. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts war die Stadt als Sitz des Hauptmanns ob der Enns zum Verwaltungsmittelpunkt des Landes geworden.

  • 1395
    Herzog Albrecht III. von Österreich gewährt Linz die Abhaltung eines zweiten Wochenmarktes an einem Samstag. Vorher fand der Wochenmarkt dienstags statt.
  • 1382
    Herzog Albrecht III. von Österreich gestattet der Stadt Linz die Abhaltung eines Jahrmarktes zu Bartholomäi (24. August). Dieser Jahrmarkt hatte sich aus dem Kirchweihfest der Stadtpfarrkirche entwickelt und geht bereits auf das 13. Jh. zurück. Spätestens im ausgehenden Mittelalter besitzt dieser Markt den Rang internationaler Messen.
  • 1369
    Die Herzöge Albrecht III. und Leopold III. von Österreich gestatten den Linzer Bürgern die Wahl der Mitglieder des Stadtrates.
  • 1362
    Herzog Rudolf IV. von Österreich verleiht der Stadt das Repressalien- und das Bannmeilenrecht.
  • 1335, 5. Mai
    Kaiser Ludwig der Bayer belehnt die habsburgischen Herzöge Albrecht II. und Otto von Österreich in Linz mit dem Herzogtum Kärnten und mit Südtirol.
  • 1328
    Erste Erwähnung eines Bürgerspitals, das sich an der Kreuzung Landstraße - Bethlehemstraße befand.
  • 1280, seit ca.
    Die fast ausschließlich dem Geschlecht der Herren von Wallsee angehörenden, die habsburgischen Landesfürsten vertretenden Landrichter/Hauptleute/Landeshauptleute ob der Enns residieren in der landesfürstlichen Linzer Burg.
  • 1280, ca.
    Bau der Minoritenkirche und des Minoritenklosters durch Eberhard von Wallsee.
  • 1276
    Erstmalige Erwähnung der "Schranne", des Stadtgerichts.
  • 1258
    Ebelsberg wird erstmals als Markt bezeichnet. Die Brückenmaut wird vom Passauer Bischof Otto von Lonstorf an den Bürger Leutold von Prusche verpachtet.
  • 1256
    Erste urkundliche Bezeugung der Linzer Bürgergemeinde.
    Seit dem 13. Jh. entwickeln sich die beiden Linzer Jahrmärkte, der Bruderkirchweih- bzw. Ostermarkt und der Bartholomäimarkt (24. August), zu internationalen Messen.
  • Stadtpfarrkirche
    1250, ca.
    Erbauung der Stadtpfarrkirche.
  • 1242
    Erste Zeugnisse für das Vorhandensein eines Stadtsiegels sowie Nennung eines ehemaligen Stadtrichters.
  • 1236
    Linz wird erstmals als "civitas" (Stadt) bezeichnet. Niederlassung der Minoriten, um 1280 Bau eines Klosters und einer Kirche durch Eberhard von Wallsee.
  • 1228
    Erstmalige urkundliche Bezeugung von "cives" (Bürgern) von Linz, die Zoll- und Mautbegünstigungen besaßen.
  • 1205/1206
    Der Babenberger Herzog Leopold VI. von Österreich und Steiermark erwirbt die werdende Stadt Linz von dem letzten Herrn von Haunsperg; in der Folge bauliche Erweiterung nach Osten und Süden mit dem neuangelegten großen Hauptplatz als Zentrum sowie Ummauerung; Entstehung neuer vorstädtischer Siedlungen.

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