Notfall Schlaganfall
Schlaganfälle entstehen durch die Verstopfung eines Blutgefäßes im Gehirn oder Blutungen und haben das Absterben ganzer Hirnregionen zur Folge, wenn der Schlaganfall nicht so rasch als möglich nach Auftreten der Symptome wie akute Lähmung, Sprachstörung, Sehstörung, Schwindel, plötzliches Erbrechen oder Übelkeit akut diagnostiziert und behandelt wird. Hand in Hand arbeiten hier die Abteilungen Neurologie und Radiologie, sowie das Institut für medizinisch- chemische Labordiagnostik und die internen Abteilungen zusammen. Das Schlaganfall-Team, kann im AKh Linz jeden Tag des Jahres rund um die Uhr die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten übernehmen. Diese Akutversorgung besteht in erster Linie aus der systemischen (intravenösen) Lysetherapie, bei der der Patient eine sehr schnell wirkende, blutverdünnende Infusion erhält, mit der die Verstopfung im Blutgefäß des Gehirnes aufgelöst wird.
An der Abteilung für Neurologie steht eine eigene Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) zur Verfügung. In Stroke Units werden Patienten mit akutem Schlaganfall von einem multiprofessionellen Team nach neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen untersucht, sowie medizinisch überwacht und behandelt. Damit kann nicht nur die Überlebenschance nach einem Schlaganfall erhöht werden. Auch der spätere Pflegebedarf der PatientInnen ist bei einer Versorgung in einer Stroke Unit geringer. Die Abteilung ist in das multizentrische Projekt des Landes OÖ und der OÖ Gebietskrankenkasse "Integrierte Schlaganfallversorgung" eingebunden.
Bei Gefäßengstellen erfolgen entsprechende Operationen im Haus (Carotis- Stenosen, Abt. für Herz-Thorax und Gefäßchirurgie Doz. Dr. C. Gross und Mitarbeiter) oder Gefäßaufdehnung ( Stent, Innere Medizin I, Prof. Dr. F. Leisch und Mitarbeiter).
Das Schmerztherapiezentrum AKh-Linz besteht aus einer interdisziplinären Schmerzambulanz und einer interdisziplinären Schmerzbettenstation (Schmerzklinik) sowie einer Spezialambulanz für Kopf- und Gesichtsschmerzen. Mit rund 25 Jahren ist die interdisziplinäre Schmerzambulanz im AKh Linz eine der ältesten und auch eine der größten Schmerzambulanzen Österreichs.
Die Schmerzklinik umfasst 20 Betten. Die Einrichtung ist mit fünf ÄrztInnen, neun diplomierten MitarbeiterInnen des Pflegepersonals, drei Sanitätshelferinnen, einem Team von PhysiotherapeutInnen, einem Psychologen, sowie einer Sozialarbeiterin besetzt. Behandelt werden vorwiegend PatientInnen mit akuten und chronischen Schmerzen im Bewegungs- und Stützapparat und neuropathischen Schmerzen. Es gibt eine langjährige Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen im Rahmen der Schmerzdiagnostik und Therapie. Unter anderem werden zusammen mit den Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Radiologiehier auch invasive Therapieverfahren (z.B. CT-gezielte Infiltrationen, Spinal Cord Stimulation, Schmerzpumpsysteme) durchgeführt. Fixe Bestandteile der Zusammenarbeit und Behandlung sind psychologische Betreuung und physiotherapeutische Maßnahmen nach neuesten Methoden (Mayo-Klinik, USA).
Weiters werden die ambulanten und stationären Schmerzpatienten über im Haus befindliche internistische (Onkologie, Rheumatologie) nuklearmedizinische, orthopädische und neurochirurgische Patientenbetruung und Konsiliardienste komplettiert.
Der Fachbereich Parkinsonkrankheit und verwandte Bewegungsstörungen hat in den vergangenen zwei Jahren an zunehmender Bedeutung gewonnen. Die klinischen Schwerpunkte sind Diagnostik nach modernsten Richtlinien, ganzheitliche Erfassung der Erkrankung (inklusive neuropsychologische und psychische sowie vegetative Begleitphänomene) und Auswirkungen auf Alltag und Betreuung, moderne medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie, genetische Untersuchung und Beratung und in schweren Fällen, Vorbereitung auf Operationen (Stereotaktische Tiefenhirnstimulation). Bei schwerkranken Patienten erfolgt die Behandlung mittels moderner, elektronisch gesteuerte Medikamentenpumpen (Apomorphin, Duodopa). Auch kommen Medikamentenpflaster zur Anwendung. Die Abteilung beteiligt sich ebenso an der klinischen Erforschung neuer Parkinson-Medikamente sowie an wissenschaftlichen Untersuchungen des Krankheitsverlaufes.
In enger Zusammenarbeit mit den Instituten für Radiologie und Nuklearmedizin (Hirnstoffwechsel) sowie dem psychologischen Dienst, dem Sozialdienst und anderen sozialen Institutionen werden ambulante und stationäre Patienten auf leichtgradige sowie schwerere Hirnleistungsstörungen (Demenzen; Alzheimer-Krankheit, vaskuläre Demenzen, andere Demenzen) untersucht und sowohl medikamentös als auch rehabilitativ und psychosozial behandelt und betreut. Es werden Sonderformen von Demenzen speziell diagnostiziert und Behandlungen zugeführt und auch wissenschaftlich evaluiert.
Auch der Themenschwerpunkt Epilepsie und Anfallskrankheiten konnte aufgrund der Fachkompetenz und rasch zunehmender Patienten-Frequenzen ausgebaut werden, vor allem im fortgeschrittenen Alter (Altersepilepsien). Ziel ist die umfassende stationäre und ambulante Behandlung von akuten Anfällen und Anfallsserien (Status epilepticus) sowie die Betreuung von Patienten mit Anfällen, die Betreuung anfallskranker werdender Mütter und auch begleitender psychischer sowie sozialer Probleme. Ein Langzeit- Video- EEG und Epilepsie Monitoring wurde eingerichtet.
Weiter ausgebaut werden konnte der Bereich Neuroimmunologie, insbesondere die umfassende stationäre und ambulante Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose und Myasthenie, für die moderne medikamentöse und rehabilitative Therapieverfahren und eine interdisziplinären Betreuung zu Verfügung stehen, sowie von PatientInnen mit imnmunologischen Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Muskulatur (Immunneuropathien, Einschlußkörpermyositis). Die Abteilung kooperiert mit anderen Zentren und einem Patienten- Register.
Wir befassen uns in erster Linie mit Störungen der Stimmungslage, Angstzustände, Phobien, v.a. im Rahmen neurologischer Erkrankungen Überforderungssyndromen, Missbrauch von Alkohol und Medikamenten. Diagnose und Therapie erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem psychologischen Dienst, sowie einem professionellen Pflegeteam. Ergänzend werden physikalisch-therapeutische Maßnahmen (Bewegungstherapie, usw.) durchgeführt. Ein psychiatrischer Konsiliardienst aus der OÖ Landesnervenklinik Wagner Jauregg betreut die Patienten/Innen mit.
Störungen des Schlafes, motorische und psychische Phänomene während des Schlafes mit Beeinträchtigung der Schlafqualität, sowie schlafbezogene vegetative Funktionsstörungen spielen in der Neurologie, aber auch Lungenheilkunde und innere Medizin eine zunehmende Rolle.
Die Abteilung verfügt über eine Schlafambulanz sowie ein Schlaflabor (2 Betten), welches zusammen mit der Abteilung für Lungenheilkunde geführt wird, die ebenso über 2 Betten verfügt. Die Abklärung erfolgt meist ambulant, bei Bedarf in zwei nächtlichen Schlafableitungen (Polysomnographie) im Schlaflabor. Die Behandlung ist oft medikamentös und beinhaltet auch Lebensstil- und Verhaltensänderungen. Häufig sind auch psychologische Therapieverfahren oder Atemunterstützungen (CPAP) über Nacht erforderlich.
Die Ambulanz für Elektroneurophysiologie versorgt alle Abteilungen und Ambulanzen des Hauses insbesondere die Intensivstationen, sowie ambulante PatientInnen von niedergelassenen Haus- und Fachärzten.
An Untersuchungen stehen das EEG (inkl. Video- EEG- Epilepie Monitoring, -Schlafentzugs-EEG, Intensiv-EEG, Hirntod-EEG), das EMG/ENG sowie Evozierte Potentiale (AEP, VEP, SSEP, MEP) zur Verfügung.
Besonderes Augenmerk wird auf die Betreuung der Intensiv-PatientInnen sowie der PatientInnen der Spezialambulanzen (wie z.B. MS-Ambulanz) gelegt.
Seit Sommer 2007 verfügt die Abteilung über ein autonomes Labor zur Diagnostik von Kreislaufstörungen, wie Synkopen, sowie Kreislaufstörungen i.R.v. neurologischen Erkrankungen.
Video zum Thema Schlaflabor:
Tel: +43 732 7806 6811
Fax: +43 732 7806 6819
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