Im Jahr 2005 wurden entscheidende technische Neuerungen im Institut durchgeführt. Seit 1. August 2005 verfügt das AKh Linz über das weltweit erste MR-Gerät, das von 8 auf 32 Kanäle aufgerüstet wurde und dadurch die derzeit bestmögliche Bildqualität liefert. Diese – im Vergleich zur Anschaffung eines neuen Gerätes dieser Art – kostengünstige Adaptierung ermöglicht den AKh-RadiologInnen nicht nur eine genauere Diagnose, sondern bringt vor allem für die PatientInnen wesentliche Vorteile, wie etwa kürzere Untersuchungszeiten, mit sich. Einer der größten Vorteile des neuen Systems ist die deutliche Verkürzung von bestimmten Untersuchungen. So dauert etwa die Metastasensuche im Rahmen von Ganzkörperuntersuchungen nur mehr halb so lange wie vorher. Außerdem müssen die PatientInnen im Gegensatz zu früher dabei nicht mehr umgelagert werden. Das ist nicht nur für die PatientInnen bequemer, sondern trägt auch zur Entlastung des medizinischen Personals bei.
Die verbesserte Bildauflösung ist vor allem für Gefäßuntersuchungen von Bedeutung, die nun schneller oder noch detaillierter durchgeführt werden können. Darüber hinaus ist es jetzt möglich, in einem einzigen Untersuchungsgang Tumore oder entzündliche Veränderungen des Gehirns und des Rückenmarks gleichzeitig mit höchster Bildqualität darzustellen. Von der MR-Aufrüstung profitieren interdisziplinär alle medizinischen Fachgebiete, entsprechend eng ist die Zusammenarbeit aller klinischen Fächer mit der AKh-Radiologie.
Ende November 2005 wurde ein 64-Schicht-CT-System in Betrieb genommen. Dieses wurde in Kooperation mit der Fachhochschule Hagenberg angeschafft. Der besondere Aspekt dabei ist, dass dieses System nicht nur eine verbesserte Diagnostik für unsere Patienten ermöglicht, sondern auch der Fachhochschule für Lehre und Weiterentwicklung im medizinischen Software-Bereich dient, so dass hier von Oberösterreich entscheidende Impulse ausgehen werden. Beispielhaft ist auch die enge Zusammenarbeit zwischen Radiologie und Kardiologie, die damit eine neue Ära der schonenden Diagnostik von Herzkranzgefäßen im AKh Linz eröffnet haben. Dieses Gerät ermöglicht die schnelle und hochauflösende Darstellung der Anatomie des Patienten. Dadurch ist es möglich, sich bewegende Organe detailgetreu abzubilden. Mit einer Schichtdicke bis 0,3 mm werden so in Kürze bis zu 4000 Schichtbilder pro Patient hergestellt. Erkrankungen an den Organen können somit viel früher und wesentlich genauer diagnostiziert werden. Dieses enorme Datenmaterial eröffnet neue Dimensionen in der Diagnostik und Forschung.
Darüber hinaus versteht sich das ZRI auch als Ausbildungsinstitut: Betreffend CT und MR unterstützten die MitarbeiterInnen des ZRI weiterhin die Kinderradiologie der LFKK mit der Durchführung der Notfalluntersuchungen werktäglich von 12.00 Mittag bis 8.00 Uhr früh sowie an Wochenenden und Feiertagen. Andererseits entsendet das ZRI Ausbildungsärzte in die LFKK, die dort von den pädiatri-schen Radiologen in der Diagnostik von Kindern speziell geschult werden. Damit hat die Facharztaus-bildung im ZRI einen weiteren entscheidenden Fortschritt erzielt und es ist eine konkrete Kooperation zwischen AKh und LFKK entstanden. Ab 1. November 2006 wird dann zusätzlich ein gegenseitiger Austausch zwischen dem ZRI und der Neuroradiologie der Landes-Nervenklinik Wagner Jauregg in Linz erfolgen. Damit wird schließlich eine Qualität in der Facharztausbildung erreicht, die kaum wo in dieser intensiven Form zu finden ist. Das ZRI steht auch in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo von AKh-Radiologen jährlich mehrere Pflichtvorlesungen für Medizinstudenten durchgeführt werden. Zudem richtet die AKh-Radiologie gemeinsam mit den Radiologien von Bamberg und Erlangen die größte, jährlich stattfindende deutschsprachige Fortbildung auf dem MR-Sektor durch. Neu entstanden ist auch eine Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg.
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