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Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Die Abteilung für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin unter der Leitung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Johann Gombotz ist die älteste Anästhesieabteilung Österreichs und die Wiege der österreichischen Notfallmedizin. Mit der Entwicklung des Faches hat sich ihr Tätigkeitsberteich aber auch die Anforderungen ständig erweitert.

Betreuung vor, während und nach der Operation

Alle Operationen, die im AKh Linz in einem der 18 Operationssäle durchgeführt werden, werden von Anästhesisten begleitet. In der Anästhesieambulanz wird bereits im Vorfeld versucht, PatientInnen mit sehr hohem perioperativen Risiko zu erfassen. Hier erfolgt auch eine Beratung hinsichtlich möglicher und vor allem der für die Patienten individuell passenden Narkosemethode. In den letzten Jahren hat sich besonders die Einführung der ultraschallgezielten Nervenblockaden für Operationen an den Extremitäten bewährt.

Auch der zentrale Operationssaal wird von der Anästhesie gemanagt. 2 Oberärzte haben die Ausbildung zum OP-Manager absolviert. Zudem erfolgte die Erarbeitung eines OP-Statuts als Organisationsrichtlinie für die operativen Arbeitsprozesse zur Regelung der Zusammenarbeit aller Berufsgruppen im OP. Die Anästhesie steht den PatientInnen aber nicht nur vor und während der Operation zur Seite. Besonderes Augenmerk wird auf die postoperative Betreuung im Aufwachraum bis zur Entlassung der PatientInnen gerichtet. Hier gelangen hauptsächlich die Techniken der PCA (mit Piritramid, Tramadol, Ketoprofen und Morphiumhydrochlorid), die PCEA (PCA-Pumpen an Epiduralkathetern) und in letzter Zeit zunehmend die PCA-Pumpen an peripheren Kathetern (Femoraliskatheter, proximaler und distaler Ischiadikuskatheter, Scalenuskatheter sowie Katheter im Bereich des Plexus Cervikals) zur Anwendung.

Seit 30 Jahren im Notfall bei den PatientInnen vor Ort

Auch die ärztliche Leitung der Noteinsatzfahrzeuge (NEF 1 in Linz, NEF Linz-Land, NEF Perg und NEF Eferding) und des Notarzthubschraubers Christophorus 10 obliegt der Anästhesie. 55 AKh-ÄrztInnen aus den verschiedensten medizinischen Abteilungen sind in diesen fünf Notfallsystemen rund um die Uhr für das Leben der Menschen im Einsatz. Die Aufgaben der speziell ausgebildeten NotärtzInnen umfasst die Stabilisierung von NotfallpatientInnen vor Ort und die intensivmedizinische Therapie und Überwachung während des Transportes. Rund 80.000 Einsätze sind in den 30 Jahren zusammen gekommen. AKh-Notfallmediziner werden von der Landesregierung aber auch mit der Koordination der medizinischen Einsätze bei großen Unfallereignissen und Katastrophen (zB bei der Hochwasserkatastrophe 2002) betraut. Ebenso wurde gemäß den Vorgaben des Gesundheitsministeriums und der Landessanitätsdirektion von Anästhesisten des AKh Linz der Katastrophenplan für den Pandemieplan bei Vogelgrippe erstellt.

Schmerzambulanz

Die Schmerzambulanz wird von der Anästhesie und der Abteilung für Neurologie und Psychiatrie gemeinsam geführt. Die Schmerzambulanz ist keine Akutambulanz. Ambulante PatientInnen erhalten nach Maßgabe freier Ressourcen bzw. nach Dringlichkeit Termine, wobei PatientInnen mit Tumorschmerzen und akutem Herpes Zoster innerhalb von ein bis zwei Tagen in die Therapie aufgenommen werden. Seit einem Jahr werden die PatientInnen auch tagesklinisch betreut. Davon profitieren vor allem jene, die nach einer schmerztherapeutischen Intervention einer längeren Nachkontrolle bedürfen. Stationäre PatientInnen mit Schmerzpumpen oder Nervenkathetern werden täglich von der Schmerzambulanz visitiert und bei Bedarf die postoperative Schmerztherapie neu angepasst.

Patient Blood Management

Eine Feldstudie des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen zeigte, dass die Abteilung für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin bei Maßnahmen zur Reduzierung des Fremdblutbedarfes bei ausgewählten Operationen zu den besten Anästhesien Österreichs zählt. Bei geplanten chirurgischen Eingriffen sind die Möglichkeiten, den Blutverlust zu reduzieren bzw. ganz ohne Fremdblut auszukommen, am größten. Schon Wochen vor der Operation wird dazu in der Anästhesieambulanz das Blutbild optimiert und die Höhe des zumutbaren Blutverlustes berechnet. Während der Operation werden alle Maßnahmen gesetzt, um den Blutverlust zu reduzieren beziehungsweise wird das Blut mit dem Zell-Saver aufgefangen, gereinigt und dem Patienten gleich oder bis zu sechs Stunden nach der OP wieder verabreicht. Das ohnehin äußerst minimale Risiko, sich durch eine Blutkonserve zu infizieren, wird damit auf Null reduziert. Zudem erholen sich PatientInnen, die kein Fremdblut erhalten haben, schneller als wenn Blutkonserven verabreicht werden.

Video zum Thema Kinderherz:


KONTAKT

AKh Linz, Sekretariat Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Krankenhausstr. 9
4021  Linz

Tel: +43 (0)732/7806-2158
Fax: +43 (0)732/7806-2154
E-Mail: anaesthesie@akh.linz.at

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