Über 40% aller PatientInnen, die sich jetzt aufgrund ihrer Nierenerkrankung einer regelmäßigen Dialyse unterziehen müssen, sind Diabetiker. Jährlich werden mehr als 10.500 Dialysebehandlungen (Hämodialyse) und ca. 450 Filtrationsverfahren (Hämofiltration, Hämodiafiltration, Plasmafiltration) durchgeführt. Zugleich erfolgten an die 4200 CAPD-Behandlungen (ein Großteil dieser Patienten verwendet einen Cycler für eine maschinelle Peritonealdialyse während der Nacht). Rund 15% der dialysepflichtigen Patienten entscheiden sich bei uns für die CAPD. Hohe Bedeutung hat weiterhin die Bilirubindialyse bei Patienten mit Leberinsuffizienz (MARS oder Prometheus-System). Jährlich werden rund 20 Nieren transplantiert. Durch neue immunsuppressive Medikamente sind Abstoßungsreaktionen seltener geworden sind. Bei Lebendspendern wird eine endoskopische Organentnahme angestrebt. In der Abteilung Interne 2, die in Kooperation mit der 1. Chirurgie seit 1974 Nierentransplantationen durchführt bzw. transplantierte Patienten nachbetreut, besteht neben der medizinischen Fachkompetenz in den Bereichen Nephrologie und Diabetologie auch eine hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Rheumatologie und Gastroenterologie bzw. Hepatologie. Alle Fachärzte an der 2. Med. Abteilung haben aber primär die Zusatzfacharzt-Ausbildung Nephrologie erworben, auch wenn sie sich innerhalb der Abteilung auf einen anderen Fachbereich spezialisiert haben.
Diabetes ist nicht heilbar. Zur Vorbeugung von Diabetes-Folgerkrankungen und zur Behandlung benötigen Diabetes-PatientInnen lebenslange medizinische Betreuung und Schulungen als Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei steht ihnen das Diabetes-Schulungszentrum im AKh Linz mit Rat und Tat zur Seite. Das Diabetes-Schulungszentrum ist oberösterreichweit die erste und größte Einrichtung dieser Art und zeichnet sich durch ein umfangreiches Behandlungs- und Schulungsangebot aus. In der Diabetikerschulung erhalten die Betroffenen Informationen über den Umgang mit der Erkrankung im Alltag und darüber, wie sich Folgeerkrankungen am besten vermeiden lassen. Sie erfahren alles Wesentliche über Körpergewichtsmanagement und Ernährungsoptimierung, Raucherentwöhnung, Bewegungsprogramm, Blutzucker- und Blutdruckkontrolle, ebenso über die Handhabung der Insulinpens, die richtige Haut- und Fußpflege, schnelleren Wundverschluss und Ulcusprävention. Das Diabetesschulungszentrum steht aber nicht nur PatientInnen offen. So konnten rund 150 praktische ÄrztInnen im Rahmen eines Train-the-trainer-Seminares zur PatientInnenschulung außerhalb des AKh motiviert werden. Bei Bedarf werden auch Seminare für Orthopädie-SchuhmacherInnen und FußpflegerInnen organisiert.
Das AKh Linz bietet allen Rheumapatienten ein Therapiekonzept, welches nicht nur die Spitalsbehandlung sondern alle Facetten des Lebens umfasst. Alles was der Patient benötigt, kommt im AKh Linz aus einer Hand und kann vor allem im Haus selbst genützt werden. Es stehen sämtliche Möglichkeiten der Diagnostik, vom Labor bis zu den modernsten bildgebendnen Verfahren zur Verfügung. Je früher die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung und vor allem die richtige Zuordnung zu einem der Rheuma-Formenkreise erfolgt, desto besser lassen sich die Symptome behandeln und der Verlauf der Erkrankung beeinflussen. An der Internen II steht den PatientInnen eine eigene Rheuma-Ambulanz mit erfahrenen Rheumatologen, eine Rheumaschule für Patienten mit chronischer Polyarthritis sowie eine speziell geschulte Rheuma-Schwester zur Verfügung. Es werden alle modernen Therapieverfahren ambulant und stationär angeboten. Darüber hinaus ist die Interne II in Oberösterreich das einzige Aus- und Weiterbildungszentrum für Internisten mit dem Zusatzfach Rheumatologie. Seit 10 Jahren besteht auch eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit chronischer Polyarthritis, die von der Internen II ärztlich und von einer AKh-Soziologin sozial unterstützt wird.
Von den rund 27.500 jährlichen Ultraschall-Untersuchungen entfällt der Großteil auf Abdomenechos, periphere Doppler und Carotis Doppler Untersuchungen. Auch Gelenkssonographien mit neuer Technik zur Quantifizierung entzündlicher Gelenkserkrankungen werden angeboten. Die Zahl der endoskopischen Untersuchungen und Interventionen nimmt mit rund 3200 Gastroskopien, 1800 Coloskopien, 130 ERCP- Untersuchungen und 120 PEG-Sonden-Implantationen ständig zu. Aufgrund dieser hohen Untersuchungszahl war es sinnvoll, für die PatientInnen ein Endoskopiezentrum zu errichten, in dem Chirurgen und Internisten gemeinsam tätig sind und das auch gemeinsam von beiden Abteilungsvorständen geführt wird.
Video zum Thema Rheumatherapie:
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